Die Zentralität der deutschen Sprache zeichnet die Internationale Abteilung deutscher Sprache des humanistischen Europagymnaisums Educandato Statale „Collegio Uccellis“ aus: Austauschprogramme, Wettbewerbe und grenzüberschreitende Aktivitäten erweitern das Sichtfeld der SchülerInnen auf die europäische Realität. Diese europäische Sichtweise betrifft nicht nur das schulische Umfeld: Die Bundesregierung unterstützt diesen Ansatz und zeigt das gleiche Interesse durch die Schaffung und Förderung von Bildungsinitiativen.
“Erinnern für die Gegenwart” ist ein Wettbewerb, der auf Initiative des Außenministeriums der Bundesrepublik Deutschland, in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für Auslandsschulwesen, ausgeschrieben worden ist. Daran teilnehmen durften weltweit nur die deutschen Auslandsschulen und die Deutsch-Profil-Schulen. Bei der Veröffentlichung der verschiedenen dafür vorgesehenen Themenbereiche war sofort klar, dass die Projekte sicherlich einen landesspezifischen bzw. an das Territorium gebundenen Charakter haben sollen.
Als Themenbereich haben wir den Nationalsozialismus gewählt: davon ausgehend haben wir verschiedene historische Ereignisse und spezifische Episoden untersucht, die sich auf die lokale Situation während der Diktatur im Zweiten Weltkrieg beziehen. Wir haben uns in einem ersten Moment auf das Gebiet Friaul konzentriert, dann aber auch die gesamte Region Friaul Julisch Venetien miteinbezogen. Wir haben verschiedene Aspekte vertieft, analysiert, bereits bestehendes Vorwissen aktiviert, Personen interviewt, Texte geschrieben, diese aufgenommen, damit sie als wöchentliche Radiosendungen ausgestrahlt werden können, Power-Point Präsentationen vorbereitet usw. Das alles wurde sowohl in italienischer und als auch in deutscher Sprache verfasst. Die verschiedenen Aufgaben wurden nach persönlichen Interessen zugeordnet: Aufgrund der Vielfältigkeit der Arbeitsaufträge und –weisen war eine nur individuelle Ausführung undenkbar. Am Ende mussten wir feststellen, dass fast jede Phase die Mitarbeit und Hilfe der MitschülerInnen verlangte. Die Zusammenarbeit funktionierte sehr gut. Der Abfassung der Texte und der Übersetzungen gingen Gespräche und Meinungsaustausche voraus. Fotos und Videos dokumentieren unser Engagement und Arbeitsweise. Die Klasse hat beschlossen mit einem lokalen Radiosender, Radio Punto Zero, zusammen zu arbeiten: es wäre wirklich schade gewesen all diese Arbeit nur für die schulinterne Realität zu behalten. Dank der wöchentlichen Termine mussten wir die verschiedenen Arbeitsvorgänge bestens organisieren. Völlig neu für uns SchülerInnen waren die Aufnahmen für das Radio. Die letzte Phase konzentrierte sich auf die Erstellung einer Webseite, auf die das gesamte Material hochgeladen wurde: Texte, Präsentationen, Bilder, Videos, Interviews und Podcasts der Radioaufnahmen. Die gesamte Arbeit, die vom Einsatz jeder einzelnen Schülerin bzw. Schülers, vom Engagement der gesamten Klasse zeugt, wurde abschließend für die Online-Veröffentlichung gesammelt.
Trotz der Verschiedenartigkeit der einzelnen Aufgaben ermöglichte die Zusammenarbeit die Konkretisierung von dem Projekt, das die SchülerInnen „Time Lapse“ genannt haben.
[ngg src=”galleries” ids=”1″ display=”basic_slideshow”]Das Projekt wurde durchgeführt von:





